Programm



Arnsbergs Zukunft sichern

Die finanziellen Spielräume sind klein. Sparsamkeit ist erforderlich, um nicht auf Kosten kommender Generationen zu leben. Aber so notwendig Sparkonzepte auch sind, so unverzichtbar sind Investitionen in die Zukunft unserer Stadt. Dabei muss der demografischen Entwicklung Rechnung getragen werden.

Arbeitsplätze

Neue Arbeitsplätze werden von der Industrie, dem Handel, dem Dienstleistungsbereich und dem Fremdenverkehr geschaffen. Wichtige Voraussetzung für Neugründungen, Erweiterungen und den Zuzug von Unternehmen ist eine ausreichende Zahl qualifizierter Arbeitskräfte. Um Abwanderung zu verhindern und den Zuzug von Arbeitskräften zu fördern gilt es, Arnsberg attraktiv zu gestalten. Eine gute Infrastruktur, beste Bildungsmöglichkeiten und ein zeitgemäßes Freizeitangebot sind dafür ebenso erforderlich wie eine Ausweitung der Ganztagesbetreuung.

Bildung

Das breite Bildungsangebot in unserer Stadt muss erhalten bleiben. Aufgrund der stark rückläufigen Schülerzahlen können aber Anpassungen erforderlich werden. Eine Möglichkeit kann die von der nordrheinwestfälischen FDP ins Spiel gebrachte Mittelschule sein. In jedem Fall ist der Ganztagsbetrieb auszuweiten. Höchste Priorität ist auch der Ausstattung der Schulen einzuräumen. So sind z.B. aktuelle Schulbücher ein absolutes "Muss".

Kindertageseinrichtungen müssen pädagogisch gestärkt und die Kinder stärker individuell gefördert werden, um so besser auf die Schule vorzubereiten. Der Übergang zur Grundschule muss ebenso wie später der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule durch eine stärkere Vernetzung leichter gemacht werden.



Gemeinsam stark sein

Das von der Arnsberger FDP bereits vor zehn Jahren geforderte funktionale Entwicklungskonzept ist für die Ortsteile von entscheidender Bedeutung.



Kultur, Historie und Tourismus

Der Stadtteil Arnsberg ist vor seinem historischen Hintergrund als Kultur- und Tourismusstandort konsequent entwickelt worden. Das Kloster Wedinghausen ist dafür das beste Beispiel. Der Ruhrtalradweg hat unserer Stadt wichtige Impulse für den Tourismus gegeben. Dringend notwendig für die weitere touristische Entwicklung ist allerdings ein Hotel. Dieses könnte z.B. auf der Fläche des alten Hallenbades am Feauxweg entstehen.




Gesundheit, Sport und Freizeit

Hüsten hat mit dem Freizeitbad, der Thermalsole und der neuen Umgehungsstrasse B229n neue Entwicklungschancen bekommen. Der Nutzung der Sole im Gesundheits- und Freizeitbereich kommt dabei langfristig besondere Bedeutung zu. Der aktuelle Trend zu medizinisch anerkanntem Wellnessurlaub sollte von Anfang an genutzt werden.

Zur langfristigen Sicherung der medizinischen Versorgung unserer Bürger hält die FDP den Zusammenschluss der drei Arnsberger Krankenhäuser für notwendig.




Einkaufen

Neheim hat als Einkaufszentrum eine rasante Entwicklung erfahren. Besonders die Apothekerstrasse ist deutlich aufgewertet worden. Diese Entwicklung soll weiter gefördert werden. Dabei ist aber auf einen guten Branchenmix und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen inhabergeführten Geschäften und Filialen von Ketten zu achten. Ein großflächiges Einkaufszentrum lehnt die FDP ab und setzt auf ein organisches Wachstum der jetzigen Struktur. Wünschenswert ist der weitere Ausbau der Parkmöglichkeiten mit Einführung eines Bonussystems.




Ortsteile einbinden

Die kleineren Stadtteile Bachum, Breitenbruch, Bruchhausen, Herdringen Holzen, Müschede, Niedereimer, Oeventrop, Rumbeck, Uentrop, Voßwinkel, Wennigloh sind historisch gewachsen und werden den Interessen der Menschen gerecht. Es gilt alles zu tun, um ihre weitere, spezielle Entwicklung zu fördern und sie für die Bewohner attraktiv und lebenswert zu erhalten. Besondere Bedeutung kommt einer angemessenen Nahversorgung und akzeptablen öffentlichen Verkehrsverbindungen in die Zentren zu. Vorrangig ist auch die zeitgemäße Anbindung an die modernen Kommunikationsnetze.




Gezielte Planung

Stadt- und Verkehrsplanung spielen eine besonders wichtige Rolle für die Attraktivität der Stadt Arnsberg mit seiner Vielzahl von Stadt- und Ortsteilen.



Schwerpunkt Stadtentwicklung

Die Stadtentwicklung muss der abnehmenden und alternden Bevölkerung Rechnung tragen. Notwendig ist die Stärkung der Zentren und die Förderung von Wohnformen für ältere Mitbürger.

Darüber hinaus sind Schwerpunkte für die weitere Stadtentwicklung zu setzen. Dazu zählt die Überplanung von Industriebrachen. Genannt seien die Möhnestrasse in Neheim, das Gebiet südlich der Kettelerstrasse in Hüsten, wo ein Wohn- und Gewerbepark entstehen könnte, die Bahnhofstraße und das Gelände der ehemaligen Eisenbahnwerkstätten in Arnsberg.



Fließender Verkehr

Nach der Beseitigung des Verkehrsprobleme im Zentrum von Hüsten sind der Bahnhof Neheim-Hüsten und Herdringen die kritischen Punkte für den Verkehrsfluss in unserer Stadt. Die FDP unterstützt die Bürgerinitiative in Herdringen und verlangt nach pragmatischen Lösungen für den Bahnübergang am Bahnhof. Dabei kommt der Verlegung des Haltepunktes der aus dem oberen Sauerland kommenden Züge besondere Bedeutung zu. Notwendig sind deshalb Verhandlungen mit der Bahn.

In der ganzen Stadt verändern sich Kreuzungsbereiche durch das Einrichten von Kreisverkehren. Vor diesem Hintergrund ist der gesamte Verkehrsfluss einer intensiven Überprüfung zu unterziehen. Dies gilt vorrangig für die Notwendigkeit bestehender Ampelanlagen und die bestehenden Ampelschaltungen. Alle Verkehrsschilder sind auf den Prüfstand zu stellen.



Bessere Anbindung

Der Weiterbau der A 46 mit dem Lückenschluss von Hemer nach Arnsberg ist im Interesse der Menschen und der Wirtschaft in Arnsberg dringend notwendig.




Eine Stadt zum Wohlfühlen

Sauberkeit und Sicherheit sind eine wichtiger Voraussetzung, um sich in unserer Stadt wohl zu fühlen und sie attraktiv und angenehm zu gestalten.


Das gute Gefühl der Sicherheit

Die Sicherheit in unserer Stadt erfordert eine Verstärkung der polizeilichen Präsenz in den Innenstadt- und Problembereichen. Die FDP fordert zentrale Anlaufstellen in den Ortsteilen in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt (z.B. in den Stadtteilbüros).


Eine saubere Stadt

Die Verantwortung des Einzelnen für die Sauberkeit und Sicherheit in Arnsberg muss gestärkt werden. Die FDP tritt dabei für eine ’Kultur des Hinsehens’ ein. Die Verschmutzung öffentlicher Flächen hat in letzter Zeit erheblich zugenommen. Hier ist Abhilfe nötig.

Neben einer Leerung von Abfallkörben und der Reinigung von öffentlichen Flächen in kürzeren Abständen muss verstärkt Wert auf die Erziehung zum pfleglichen Umgang mit der Umwelt und zur Vermeidung unnötiger Verschmutzung gelegt werden. Bei gravierenden Verstößen wie etwa dem Abladen von Müll im Wald oder bei der Verschmutzung von Hauswänden sollten verstärkt Strafen verhängt werden.



Planvoller Umgang mit der Bevölkerungsentwicklung

Der demografischen Entwicklung mit dem zu erwartenden deutlichen Rückgang der Einwohnerzahl und der Veränderung der Altersstruktur wird in den einzelnen Punkten dieses Programms bereits berücksichtigt. In allen Bereichen und bei allen Entscheidungen sind diese Veränderungen in die Überlegungen einzubeziehen. Das gilt besonders für die Verbesserung der Infrastruktur, des Wohnumfeldes in der Stadt und auf dem Land sowie der Nutzung ehrenamtlicher Potenziale z.B. bei den Senioren.



Eine starke FDP verhindert Übermacht und Übermut

Die Bürgermeister haben seit 1999 in NRW eine außergewöhnliche starke Position. Verfügt ein Bürgermeister wie heute in Arnsberg mit seiner Partei auch noch über eine absolute Mehrheit im Rat entspricht dies in keiner Weise unserem Verständnis von sinnvoller demokratischer Aufgabenverteilung.

Eine starke FDP ist das beste Mittel gegen absolute Mehrheiten und zur Verhinderung von Übermacht und Übermut.

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